Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung
englisch: chronic obstructive pulmonary disease
Abkürzung: COPD
übersetzt: „dauerhaft atemwegsverengende Lungenerkrankung“
ICD-Klassifikationssystem: chronische obstruktive Atemwegserkrankung
ist ein Krankheitsbild der Lunge mit einer dauerhaften Verengung der Atemwege, die insbesondere die Ausatmung erschwert (Atemwegsobstruktion).
Die Verengung entsteht durch eine Entzündung der kleinen Atemwege (obstruktive Bronchiolitis), wodurch es zu Schleimproduktion und einer Zerstörung des Lungengewebes (Lungenemphysem) kommt, was dazu führt, dass die Atemwege bei der Ausatmung zusammenfallen.
Ursächlich ist die langjährige Einatmung schädlicher Partikel, wie zum Beispiel beim Rauchen. Patienten leiden häufig an den Symptomen einer chronischen Bronchitis mit Husten und vermehrtem Auswurf sowie Atemnot bei Belastung. Da die Obstruktion die Ausatmung behindert, kommt es häufig zu einer Überblähung der Lunge bis hin zum Fassthorax. Das Fortschreiten der Erkrankung kann nur durch die Beseitigung der Ursache (z. B. Rauchstopp) verhindert werden.
GOLD steht für:
Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease
Das ist eine internationale Leitliniengruppe, die COPD einteilt.
🔎 Was bedeutet GOLD III?
Die Einteilung erfolgt nach der Lungenfunktion (FEV₁-Wert nach Bronchodilatation).
GOLD-Stadium FEV₁ in % vom Sollwert Bedeutung I ≥ 80 % leicht II 50–79 % mittel III 30–49 % schwer IV < 30 % sehr schwer
👉 GOLD III = schwere COPD Die Patientin hat also schon eine deutlich eingeschränkte Lungenfunktion.
Das ist keine Fantasie, das ist absolut Standard in Arztbriefen.