Assessment

  1. Definition

Pflegeassessment ist die Anwendung allgemeiner Assessment-Strategien in der Pflege. Dabei geht es um das "Messen", "Einschätzen" und "Bewerten" von pflegebezogenen oder pflegerelevanten Zuständen.

  1. Hintergrund

Der Einsatz von Skalen und Screeningmethoden ist in fast allen Phasen des Pflegeprozesses möglich, vor allem im Rahmen der Pflegeanamnese. Bei der Planung von pflegerischen Maßnahmen sollte für die Häufigkeit und die Art der Maßnahmen ebenfalls ein Assessment herangezogen werden. Beispielsweise bestimmt die Höhe des Dekubitusrisikos die Intensität und Häufigkeit der Prophylaxe.

  1. Beispiele für Assessments

Zu fast allen pflegerelevanten Aspekten liegen inzwischen Assessment-Instrumente vor. Die Anzahl der pflegebezogenen Verfahren ist international groß, es fehlt jedoch häufig an deutschen Adaptationen, die übersetzt, normiert und validiert sind. Zur Zeit domieren in Deutschland folgende Assessments: Dekubitusrisikoskalen, Messung der Pflegeabhängigkeit und des funktionellen Status, Schmerzskalen und Messung des kognitiven Status bei Dementen.

Die angloamerikanische Literatur zeigt hingegen weitere Einsatzbereiche, die in Deutschland bisher wenig zur Kenntnis genommen wurden:

Messung der Belastung bei Inkontinenz
Messung der Übelkeit
Messung der postoperativen Ängstlichkeit
Messung des Obstipationsrisikos etc.
Messung der Müdigkeit ("fatigue")

Pflegeassessment – Auf einen Blick

Definition: Ein Pflegeassessment ist die strukturierte Erfassung und Bewertung des Pflegebedarfs einer zu pflegenden Person. Es bildet die Grundlage für individuelle Pflegeplanung und -maßnahmen in der Krankenpflege.
Ziel und Zweck: Durch gezielte Datenerhebung und Analyse können Pflegebedürfnisse frühzeitig erkannt und die Versorgung gezielt angepasst werden – für mehr Qualität und Sicherheit in der Pflege.
Einsatzbereiche: Pflegeassessments kommen unter anderem bei der Aufnahme neuer Patienten, im Rahmen von Risikoanalysen (z.B. Sturzrisiko) sowie bei der kontinuierlichen Pflegeplanung zum Einsatz.
Instrumente: Es gibt zahlreiche standardisierte Assessment-Tools und Methoden, darunter z.B. die Braden-Skala (Dekubitusrisiko), der Barthel-Index (Selbstständigkeit) oder das Assessment nach Gordon (Gesundheitsmuster).
Digitalisierung & TI-Anbindung: Digital durchgeführte Assessments lassen sich direkt in die elektronische Pflegedokumentation integrieren und über die Telematikinfrastruktur (TI) sicher und nachvollziehbar austauschen.

Was versteht man unter einem Pflegeassessment?

Ein Pflegeassessment ist der strukturierte Einstieg in den Pflegeprozess. Es handelt sich um die systematische Erhebung und Auswertung von Gesundheits- und Lebensdaten, um den individuellen Pflegebedarf und Ist-Zustand einer zu pflegenden Person zu erkennen und geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Im Zentrum steht die Frage: Was benötigt dieser Mensch und wie kann er gezielt unterstützt werden? Dabei werden sowohl körperliche, psychische als auch soziale Phänomene betrachtet, ergänzt durch individuelle Wahrnehmungen und Bedeutungszuschreibungen, die im Pflegealltag eine zentrale Rolle spielen.

Unterschieden wird immer zwischen zwei Formen:

Primäres Assessment: erfolgt bei der ersten Aufnahme und schafft einen umfassenden Überblick über den Zustand der pflegebedürftigen Person.
Sekundäres Assessment: findet fortlaufend im Pflegealltag statt, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen entsprechend anzupassen.

Mit digitalen Lösungen und der Anbindung an die Telematikinfrastruktur lassen sich Assessmentdaten effizienter dokumentieren, besser teilen und sicher auswerten – eine wichtige Grundlage für die Digitalisierung in der Pflege.

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