Verletzung der Nerven

  • RückenmarksverletzungQuerschnittslähmung (Paraplegie oder Tetraplegie)
  • Schlaganfall (Schädigung des Gehirns) → meist Hemiparese oder Hemiplegie

Hemiparese

  • Hemi = Hälfte
  • Parese = unvollständige Lähmung (Kraftminderung)

➡️ Eine Körperhälfte ist geschwächt, aber noch beweglich. Das ist die häufigste Folge eines Schlaganfalls.

Hemiplegie

  • Plegie = vollständige Lähmung

➡️ Eine Körperhälfte ist vollständig gelähmt. Das kommt seltener vor als eine Hemiparese.

Weitere Begriffe

Je nach Ausmaß können auch andere Bezeichnungen verwendet werden:

  • Monoparese/-plegie → ein Arm oder ein Bein betroffen.
  • Paraparese/-plegie → beide Beine betroffen (z. B. bei Rückenmarkserkrankungen, seltener bei bestimmten Hirnschädigungen).
  • Tetraparese/-plegie → alle vier Extremitäten betroffen (typisch bei hohen Rückenmarksläsionen, selten nach Schlaganfall).

Wichtig für den Schlaganfall

Ein Schlaganfall verursacht meist keine Querschnittslähmung, da das Rückenmark nicht geschädigt ist. Stattdessen entsteht häufig eine halbseitige Lähmung, weil eine Gehirnhälfte betroffen ist. Aufgrund der Kreuzung der motorischen Nervenbahnen im Hirnstamm zeigt sich die Lähmung in der Regel auf der gegenüberliegenden Körperseite.

Merksatz für die Pflege

  • Rückenmark betroffenQuerschnittslähmung
  • Gehirn betroffen (Schlaganfall)Hemiparese (häufig) oder Hemiplegie (schwerere Ausprägung)

In der Praxis wirst du auf einer Stroke Unit oder in der Neurologie deshalb sehr häufig Formulierungen hören wie:

  • „Patient mit rechtsseitiger Hemiparese nach linkshemisphärischem Infarkt.“
  • „Patientin mit linksseitiger Hemiplegie nach rechtshemisphärischem Schlaganfall.“

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